Digitale Geschäftsprozesse in der Wasserwirtschaft II
Digitalisierungsprojekt mit der PFH-Pumpen GmbH
Die PFH-Pumpen GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen, das sich auf Dienstleistungen im Bereich der Wassertechnik spezialisiert hat. Die Kernkompetenz liegt in der Beratung, dem Service und dem Verkauf von innovativen Lösungen und Produkten. Dabei bietet das Unternehmen Systemlösungen in den Bereichen Wasserwirtschaft, Gebäudetechnik, Industrie und Umwelttechnik an.
Seinen Anfang nahm das Projekt mit einer Vision, dass die komplexen Planungs- und Abwicklungsprozesse mit mehr Digitalisierung effizienter und schneller laufen. Diese Idee galt es nun, zu konkretisieren. Das Mittelstand-Digital Zentrum Darmstadt führt dazu gemeinsam mit dem Unternehmen eine Prozessanalyse und -modellierung durch. Nur wer eine genaue Vorstellung vom Unternehmen hat, kann passende Digitalisierungsmaßnahmen erkennen. Das gilt nicht nur für das Zentrum. Auch die Mitarbeiter im Unternehmen profitieren davon: So wird implizites Wissen über Prozesse sichtbar und die einzelnen Schritte zu einer ganzheitlichen Unternehmenslandkarte verbunden. Die „weißen Flecke“ kennzeichnen dann Optimierungs- und Unterstützungspotentiale für digitale Technologien.
Um das Unternehmen näher zu erkunden, haben die Digitalisierungsexperten des Mittelstand-Digital Zentrums Darmstadt mehrere Workshops mit den Mitarbeitern der PFH-Pumpen GmbH durchgeführt. In diesen Workshops wurden die aktuellen Unternehmensprozesse dokumentiert, mit der Business Process Model and Notation (BPMN) digital modelliert und hinsichtlich möglicher Verbesserungen diskutiert.
Das Ergebnis dieser gemeinsamen Analyse sind verschiedene Anknüpfungspunkte für die Nutzung digitaler Technologien bei PFH-Pumpen. Als Punkt mit dem größten Optimierungspotential wurde die Verschlankung und Digitalisierung des Berichtswesens identifiziert. Dieses dient dazu, die getätigten Arbeiten zu dokumentieren. Wird beispielsweise ein Trinkwasserbrunnen regeneriert, müssen dazu das Pumpsystem demontiert, der Zustand des Brunnens mit einer Video-Befahrung festgestellt und die notwendigen Verfahren zur Regenerierung durchgeführt werden.
Aktuell wird hierbei auf der Baustelle vor Ort händisch ein Protokoll erstellt, welches anschließend in ein EDV-System übertragen werden muss – ebenfalls per Hand und unabhängig vom bereits erstellten Protokoll. Diese zeitintensiven Schritte gilt es nun durch Digitalisierung gezielt zu optimieren. Im weiteren Verlauf des Digitalisierungsprojekts werden der Funktionsumfang, die Rahmenbedingungen und Anforderungen an das neue Unterstützungssystem definiert. Auf Basis dieser Informationen, werden die am Markt erhältlichen Systeme auf ihre Tauglichkeit für den konkreten Anwendungsfall geprüft und erste Angebote eingeholt.