Anwendungsprojekt mit Viprotron GmbH

Die Viprotron GmbH entwickelt spezialisierte Lösungen für die automatisierte optische Qualitätsprüfung in der Glasverarbeitung. Die eingesetzten Mehrkanal-Scanner-Systeme ermöglichen eine präzise und reproduzierbare Analyse komplexer Glasprodukte und schaffen die Grundlage für eine objektive und datenbasierte Qualitätsbewertung.
Mit der zunehmenden Einführung innovativer Glasprodukte insbesondere von Vakuumisolierglas (VIG) steigen die Anforderungen an die Fähigkeiten von automatisierten Prüfsystemen. Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt, inwieweit moderne Bildverarbeitungs- und Analyseverfahren für die automatisierte Prüfung von VIG eingesetzt werden können. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der gleichmäßigen Positionierung der sogenannten Pillars, da diese einen wesentlichen Einfluss auf die Funktionalität und Qualität des Endprodukts haben.
Neues Innovationsfeld in der bildbasierten Qualitätsprüfung
Vakuumisolierglas (VIG) findet eine immer breitere Anwendung und unterscheidet sich durch den Einsatz sogenannter Pillars wesentlich von anderen Glasscheibentypen, wodurch neue Anforderungen an die Qualitätsprüfung entstehen.
Ziel dieses Projekts ist die Untersuchung der Möglichkeiten zur optischen Qualitätsprüfung von VIG auf Basis moderner Bildverarbeitungstechnologien. Dabei wird als relevantes Qualitätsmerkmal die Regelmäßigkeit der Positionierung der Pillars betrachtet. Es sollen geeignete Algorithmen untersucht werden, um dieses Qualitätsmerkmal auf Basis von Bildern aus dem Prüfprozess zu überprüfen.
Herausforderungen der Pillar-Prüfung im Produktionsprozess
Die regelmäßige Anordnung der Pillars stellt im Produktionsprozess von VIG eine besondere Herausforderung für die optische Qualitätsprüfung dar. Bereits die zuverlässige Identifizierung der einzelnen Pillars sowie die Ermittlung ihres zugrunde liegenden Positionsgitters bei variierenden Scheibengrößen sind unter realen Produktionsbedingungen anspruchsvoll. Da Abweichungen einzelner Pillars nur im Kontext eines zuvor ermittelten, scheibenabhängigen Rasters bewertbar sind, stellt ihre stabile und reproduzierbare optische Prüfung eine besondere Herausforderung dar.
Qualitätsbewertung anhand digitaler Gitterparameter
Im Projekt wird untersucht, ob sich die regelmäßige Anordnung der Pillars zuverlässig beschreiben und bewerten lässt. Grundsätzlich müssen Pillars in einem regelmäßigen Raster angeordnet sein. Dieses Raster kann sich jedoch je nach Eigenschaften der Glasscheibe, beispielsweise in Abhängigkeit von deren Größe, unterscheiden. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, das zugrunde liegende Raster der Pillars auch bei Scheiben mit Fehlstellen oder unvollständig ausgebildeten Strukturen zuverlässig zu erkennen. Auf dieser Basis sollen Abweichungen einzelner Pillars vom idealen Raster identifiziert werden. Durch die Kombination dieser Informationen soll eine quantitative Bewertung der Regelmäßigkeit ermöglicht werden, die als Grundlage für eine automatisierte Qualitätsentscheidung dient.
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