
Bei unserer Veranstaltung KI.produktiv 2025 im darmstadtium haben wir nicht nur aktuelle Entwicklungen aus der Forschung und dem Mittelstand zum Thema KI gezeigt – auch innovative Startups aus dem Umfeld unserer Konsortialpartner nutzten die Bühne, um ihre Ideen für die industrielle Zukunft zu präsentieren.
Drei dieser Gründungen stellen wir heute vor: SFM Systems, Altosens GmbH und autonomIQ. Sie zeigen, wie aus der Verbindung von Forschung, Unternehmergeist und Praxisnähe Lösungen entstehen, die den Mittelstand voranbringen.
SFM Systems
KI für das digitale Shopfloor Management
Das Darmstädter Startup SFM Systems digitalisiert das Lean Management in Produktionsumgebungen. Mit einer Kombination aus Software und Beratung hat das Unternehmen ein System entwickelt, das Kommunikation und Problemlösung auf allen Ebenen der Fertigung strukturiert und automatisiert.
Herzstück der Lösung ist das Digital Teamboard – eine Plattform, die Informationen aus dem Shopfloor in Echtzeit verfügbar macht und durch KI-gestützte Analysen hilft, Abweichungen schneller zu erkennen, Ursachen zu verstehen und Verbesserungen nachhaltig umzusetzen.
„Die Zukunft der Produktion liegt nicht nur in der Technologie, sondern in der Fähigkeit, Menschen, Daten und Prozesse intelligent zu verbinden. Künstliche Intelligenz ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um aus Komplexität Klarheit zu schaffen und so die Fabrik zu einem Ort zu machen, an dem Wissen und Effizienz Hand in Hand gehen. Mit unserem Digital Teamboard erreichen wir genau das.”
— Dr. Christian Hertle, CEO SFM Systems
Damit unterstützt SFM Systems produzierende Unternehmen bei der Transformation hin zu einer datenbasierten, agilen Fabrik – praxisnah, skalierbar und auf den Mittelstand zugeschnitten.
Mehr Informationen erhalten Sie hier: www.sfmsystems.de
Altosens
Wenn Schrauben zu Datenquellen werden
Altosens ist ein junges Technologieunternehmen aus Osnabrück, entstanden 2022 als Spin-off des Fraunhofer-Instituts LBF. Das Startup macht Schraubverbindungen smart – mit einer innovativen Kombination aus Sensorik und Software, die Sicherheit und Effizienz technischer Systeme steigert.
Im Zentrum steht die altosens.disc: eine kraftmessende Unterlegscheibe, die Kräfte in Schraubverbindungen misst und diese Daten in Echtzeit digital verfügbar macht. Damit wird jede Schraube zur Datenquelle. Ein Meilenstein für Instandhaltung, Monitoring und Sicherheit.
Das System ist einfach nachrüstbar, benötigt keine Konstruktionsänderungen und ermöglicht die kontinuierliche Überwachung sicherheitskritischer Verbindungen, etwa in Windkraftanlagen, Industrieanlagen oder im Maschinenbau. So werden Wartungsprozesse automatisiert, Stillstände reduziert und die Betriebssicherheit erhöht.
„So einfach war Digitalisierung noch nie!“ – Altosens
Mit seiner Technologie zeigt Altosens, wie aus angewandter Forschung marktreife Lösungen entstehen, die den Weg in den industriellen Alltag finden. Ein spannendes Beispiel für erfolgreichen Transfer aus der Wissenschaft in die Praxis.
Mehr Informationen erhalten Sie hier: www.altosens.tech
autonomIQ
KI automatisiert die Maschinenprogrammierung
Das Darmstädter Startup autonomIQ entwickelt mit simplymill eine Softwarelösung, die die CAM-Planung in der zerspanenden Fertigung automatisiert und vereinfacht.
Die Idee dahinter: Viele Arbeitsschritte in der CNC-Programmierung sind heute noch manuell, zeitaufwändig und stark von der Erfahrung einzelner Fachkräfte abhängig. Mit simplymill werden diese Prozesse mithilfe künstlicher Intelligenz automatisiert. Die Software erkennt Bauteilgeometrien, wählt geeignete Strategien und Werkzeuge aus und erzeugt eigenständig optimierte Werkzeugbahnen.
So können Fertigungsbetriebe Programmierungszeiten deutlich verkürzen, Engpässe in der Arbeitsvorbereitung vermeiden und ihre Maschinen besser auslasten. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen bietet das System eine Chance, Fachkräfte zu entlasten und vorhandenes Know-how effizienter einzusetzen.
„In vielen mittelständischen Fertigungsbetrieben steckt enormes Know-how, das aber oft in manuellen CAM-Prozessen gebunden ist. Mit simplymill wollen wir diese Erfahrung digital abbilden und wieder mehr Zeit für das Wesentliche schaffen – die Produktion selbst.“, sagt Dr.-Ing. Felix Hoffmann, Mitgründer von autonomIQ
Das Gründerteam von autonomIQ bringt Know-how aus Fertigungstechnik, Informatik und Automatisierung zusammen. Das Ziel ist es, praxisnahe digitale Werkzeuge zu schaffen, die die tägliche Arbeit in der Werkstatt erleichtern – nicht zu ersetzen, sondern zu unterstützen und zu beschleunigen.
Mehr Informationen erhalten Sie hier: autonomiq.de